User-Bewertung
3.13 von 5
verdammt gut
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Seite 1:
Red Stone
Selten habe ich so viele verschiedene Meinungen über ein F2P Spiel gelesen, wie über Red Stone von K2 Network. Die einen verteufeln es wegen der altbackenen Grafik und der schwergängigen Steuerung.
Die anderen loben es wegen der phantasievollen Handlung und dem einfallsreichen Klassendesign.
Kürzlich wurde Red Stone sogar als einziges MMOG für die WCG 2008 ausgewählt.
Der erste Eindruck von Red Stone besticht durch die Anime Artworks, die wirklich gelungen sind, aber leider keinen Eindruck des Spiels als solches vermitteln.
Die reine Grafik ist nämlich weder animeartig, noch gelungen, gemessen an dem Standard, den andere F2P MMOGs gesetzt haben. Bedenkt man, dass das Spiel von 2007 ist, gibt es dafür keine Ausrede.
Auch die Charaktererschaffung ist enttäuschend, denn man hat keinerlei Einfluß auf das Aussehen seines Charakters: Alle Newbiecharaktere haben das ihrer Klasse entsprechende Aussehen. Schlimmer noch, jede Klasse ist mit einem Geschlecht verbunden. Will man also eine Frau spielen, hat man von den acht Klassen nur vier zur Auswahl. Genau so im umgekehrten Fall.
Die Klassen allerdings sind erfrischend, denn man entscheidet sich nicht nur für eine Klasse. Jede Klasse ist mit einer anderen Klasse verbunden, zu der man – sobald man einen gewissen Skill erreicht hat – nach Belieben wechseln kann. Diese Eigenschaft wird transformieren genannt.
Zur Auswahl stehen folgende Transformers...ähm...Klassenpaare: Knappe/Krieger (m), Mystischer Bogenschützer/ Magischer Speerkämpfer (w), Magier/Werwolf (m), Priester/Gefallener Engel (m), Tierbändiger/Beschwörer (w), Dieb/Mönch (m), Prinzessin/Kleine Hexe (w), Nekromant/Dämon (w).
Das Spiel beginnt mit einem langweiligen Tutorial, bei dem man von Tutor zu Tutor springt und sich Sachen erklären lässt, die hinterher abgefragt werden. Natürlich gibt es auch den obligatorischen Trainingskampf. Danach geht es in die harte Welt hinaus, genauer, in die schöne Stadt High Brunenstig. Diese entspricht der Vorstellung der meisten Nichteurpäer von einer mittelalterlichen deutschen Stadt. Die Stadt ist umgeben von sehr viel Wald, durchbrochen von Ruinen, Friedhöfen und den überall anzutreffenden Goblins und Geistern.
Was an Red Stone irritiert, ist dass alle Questgeber auf der Karte angegeben sind. Auch Questgeber für Questen, für die man noch viel zu klein ist. Es ist also gerade am Anfang ziemlich ermüdend, erst mal alle Leute abzulaufen, auf der Suche nach einer geeigneten Queste.
Schön ist wiederum die sogenannte Hauptqueste, die in verschiedene Kapitel unterteilt ist und die Geschichte und Bedeutung des namensgebenden roten Steins erzählt. Innerhalb der ersten Level erhält man diese Quest sogar automatisch.
Ansonsten gibt es das Übliche: Ein Gildensystem, man kann Buden errichten, um Items zu verkaufen, es gibt Gildenkämpfe. Allerdings sind weder Crafting noch Housing noch ein allgemeines Petsystem Teil des Spiels.
Es gibt keine freie Kamera und die Maussteuerung ist teilweise etwas schwergängig, besonders wenn man auf die Teleportationsfelder zwischen den Karten zu kommen versucht.
Als weiteres Feature des Spiels wird zwar das ChargePoint System genannt- ein System, dass ohne Mana auskommt und Kraft von Angriff zu Angriff sammelt – aber das ändert weder viel, noch ist es wirklich neu.
Natürlich ist die Hintergrundgeschichte charmant, auch die ausgefallenen Klassen machen das Spiel interessant. Insgesamt ist das Spiel jedoch nicht ins obere Feld der F2P Spiele einzuordnen. Zu Gute halten kann man Red Stone jedoch eine begeisterte Community (na gut, welche ist das nicht) und das seit Veröffentlichung des Spiels jeden Monat ein Event abgehalten wurde.